Chronik

Wie alles began

Die Woge der Fußballbegeisterung war es, die in der Walpurgisnacht vom 30. April /1. Mai 1921 eine Schar Männer im Gasthaus „Löwen, Großeicholzheim, zusammenkommen ließ, und die sich mit der Gründung eines Fußballvereines befassten. Schnell war man sich einig und die „Jagd nach dem runden Leder“ beschlossene Sache. Als Vereinsvorsitzender wurde Karl Hettinger gewählt. Ihm standen Heinrich Martin als Schriftführer und Heinrich Frey als Kassier zur Seite. Wilhelm Schwalb war der erste Schiedsrichter.

Probleme gab es in den Anfangszeiten genügend zu bewältigen. Nicht nur, dass kein Spielgelände zur Verfügung stand, nein, auch die Auffassung von Eltern und Erwachsenen, dass diese Sportart gesundheitsschädlich sei, galt es zu überwinden. So war es nicht verwunderlich, dass die Spieler zu Tricks und Finessen greifen mussten, um ihrer Sportart nachgehen zu können. Beispielsweise wurden in einer Nacht vor dem Fußballspiel Fahrräder beim Nachbarn oder Freunden deponiert, um ungesehen und von Eltern unbemerkt zur Begegnung gelangen zu können.

Seitens der Gemeinde war zur damaligen Zeit auch nicht sonderlich viel Gegenliebe zu erben, wenn es um die Frage eines Sportplatzes ging. Zwar wurde ein Spielfeld im Gewann „Steinäcker“ zur Verfügung gestellt, doch war strengstens untersagt, den mitten durch den Platz führenden Weg zu verlegen oder zu beseitigen. Auch wurde das Entfernen von Obstblumen auf diesem Grund nicht gestattet, wie aus zwei Beschlüssen des Großeicholzheimer Gemeinderates aus den Jahren 1922 und 1923 entnommen werden kann. So war vor jedem Heimspiel „Knochenarbeit“ für die Fußballer angesagt, da der Platz hergerichtet und die Furchen des Weges geglättet werden mussten.

Erst im Jahre 1928 wies die Gemeinde den Fußballfreunden eine „Wüstenei“ im besagten Gewann Steinäcker von der Größe 100 x 60 Meter zur Errichtung eines Sportplatzes unentgeltlich zu, so dass diese Hürde endlich überwunden werden konnte.

Erste Siege

Sportliche Erfolge lassen sich dann in der Folgezeit bilanzieren. War das erste Spiel in Bödigheim noch hoch verloren worden, konnte im Laufe der Jahre doch mehr Geschick mit dem Ball entwickelt werden und 1929 ein Turniersieg beim Sportfest Adelsheim errungen werden. Die erste Meisterschaft datiert im Jahre 1930, wo im letzten Spiel gegen Altheim, zugleich schärfster Konkurrent, remisiert wurde, was zum Titelgewinn genügte.

An einen Aufstieg war jedoch nicht zu denken, da dem SV Großeicholzheim einfach das Geld fehlte, die weiter entfernten Spielorte anfahren zu können.  Überhaupt war es um die Finanzen zu jener Zeit schlecht bestellt. Manchmal fehlte sogar das Geld für einen neuen Fußball, so dass kurzerhand aus zwei alten Spielgeräten ein neuer, benutzbarer Ball gesattlert wurde. Zum Glück hatte man einen Sattler in den eigenen Reihen.

Die Machtergreifung des unseligen Hitler-Regimes brachte den Großeicholzheim Fußball zum Erliegen, da sämtliche Vereine den Parteiorganisationen einverleibt wurden. Zahlreiche Spieler schlossen sich zunächst den umliegenden Fußballklubs an, bevor die Wirren des Krieges zum vollständigen Stillstand in Sachen Fußball führte. Erst nach Ende des Zweiten Weltkrieges, am 27. April 1946, wurden die Vereinsaktivitäten wieder belebt und der Fußballsport beim SV Großeicholzheim erneut aufgenommen.

In den kommenden Jahren machte der SV Großeicholzheim mit großen sportlichen Erfolgen von sich reden. Nach der Vizemeisterschaft in der Kreisklasse 1947 gewannen die Großeicholzheimer Fußballer im Jahre 1949 die Kreismeisterschaft, die verbunden war mit dem Aufstieg in die Bezirksklasse Odenwald, in der man sich allerdings im folgenden Spieljahr nicht halten konnte. Zu spielstark waren die Gegner dieser Klasse gewesen.

Eine Verjüngung der Fußballelf schloss sich an, wobei die ehemals Aktiven den SV Großeicholzheim auch weiterhin tatkräftig unterstützten.

Sportheim wurde gebaut

Insbesondere bei den Instandsetzungen des Sportplatzes in den Jahren 1952 und 1963 wurde rege Mithilfe der Mitglieder bewiesen. Beide Male waren unzählige Arbeitsstunden erbracht worden, bevor das Spielfeld anlässlich von Sportfesten wieder weihevoll dem Fußballspielbetrieb übergeben werden konnte.

Schon in diesen Jahren war von den Vereinsverantwortlichen erkannt worden, dass man zukünftig wohl kaum noch ohne Umkleide- und Duschmöglichkeiten auskomme. Erste Bestrebungen hierzu sind in diesem Zeitraum festzustellen. Konkrete Formen eines Sportheimbaues waren schließlich im Jahr 1966 zu verzeichnen, nach dem Versuche den ehemaligen Kindergarten unweit des Sportplatzes zu erwerben, nicht zu realisieren waren.

Erneut waren es die Mitglieder, die mit ihrer Arbeit das Sportheim des SV Großeicholzheim entstehen ließen. Die Gesamtkosten beliefen sich auf rund 60.000 DM, wovon Zuschüsse der Gemeinde Großeicholzheim und des Regierungspräsidiums Nordbadens erhalten werden konnten. Die Verdienste des damaligen Vorsitzenden Friedrich Troissler sind an dieser Stelle noch einmal in Erinnerung zu rufen und dankbar zu würdigen. Durch sein Engagement und die Mobilmachung der Mitglieder und weite Teile der Bevölkerung zur Mithilfe bei diesem Projekt, konnte für die damalige Zeit ein in allen Belangen den Erfordernissen entsprechendes Sportheim im Rahmen des Sportfestes am 26. Juli 1968 in Betrieb genommen werden. Zahlreiche Gratulanten würdigten dieses Ereignis und beglückwünschten den SV Großeicholzheim zum guten Geist in seinem Verein.

Mit sportlichen Erfolgen war der SVG in den 60-er Jahren nicht verwöhnt. Einzig die Nachwuchsarbeit unter Jugendleiter Heinz Schäfer trugen erste Früchte. Die A-Jugend errang 1964 die Staffelmeisterschaft und musste sich in den Spielen um die Kreismeisterschaft nur dem späteren Titelträger Hettingen beugen. Als damalige Meister-Spieler sind festgehalten: Rüdiger Eberle, Siegfried Winter, Bernhard Dietz, Walter Winkler, Robert Haaf, Helmut Scheurich, Jürgen Schäfer, Werner Neureiter, Wolfgang Hofmann, Herbert Eberle und Joachim Gramlich.

Weitere Sportarten

Mit einem Jubiläum wurde erstmals am 8. September 1962 an die Vereinsgründung vierzig Jahre zuvor gedacht. Das 50-jährige Vereinsbestehen wurde im Rahmen des Sportfestes vom 22. – 26. Juli 1971 gebührend und ansprechend gefeiert. Weiteren Sportarten hatte sich der Sportverein Großeicholzheim jedoch schon 1969 geöffnet. Hier wurden erste Verhandlungen mit dem entstandenen Tennisclub geführt, diesen als eigenständige Abteilung unter das Dach des Sportvereins zu integrieren. In der Jahreshauptversammlung 1970 wurde die Angliederung der Tennisabteilung, die über zwei hervorragende, in Eigenarbeit erstellte Sandplätze verfügte, einstimmig beschlossen, so dass die 60 Tennismitglieder beim SV Großeicholzheim eingebunden wurden.

Ferner wurde zum 50. Jubiläum eine Frauengymnastik angegliedert, die das sportliche Angebot des Vereins wesentlich erweiterte. Zu bemerken ist hier, dass sich die über 65 Frauen und Mädchen zuvor schon ein Jahr lang im Großeicholzheimer Kindergarten zu den wöchentlichen Übungsstunden trafen. Diese Einrichtung diente auch noch in den danach kommenden Jahren als sportliche Heimat, wo man sich neben den Leibesübungen auch immer wieder zum geselligen Plausch traf. Erst die Errichtung der Mehrzweckhalle, nach dem politischen Zusammenschluss mit Seckach, ermöglichte es den Damen, dort ihre Gymnastikstunden abzuhalten und sich mit den vorhandenen Gerätschaften den Trends der Zeit anzupassen.

Sportliche Höhepunkte der Fußballer ließen indes auf sich warten. Erst im Spieljahr 1971/1972 sorgten die Kicker des SV wieder für Furore. Mit der Verpflichtung des Spielertrainers Sepp Gaschler, der Bernd Kegelmann in der Trainerposition ablöste, bewies man ein glückliches Händchen. Gaschler führte die Elf zur Meisterschaft der A-Klasse Buchen, was zum Aufstieg in die II. Amateurliga Odenwald berechtigte. Doch auch diesmal war in dieser Klasse wenig zu erben, so dass erneut der „Biss in den sauren Apfel“ des Abstieges auf dem drittletzten Platz folgte, obwohl lediglich zwei Pünktchen mehr zum Klassenverbleib fehlten.

Eine weitere Renovierung des Sportplatzes war in den Jahren 1974 bis 1976 von Nöten. In dieser Zeit konnten die Fußballer von der Jugend bis zu den Senioren ihre Heimspiele im benachbarten Kleineicholzheim austragen.

In sportlicher Hinsicht war hier eine schwere Zeit für den SV Großeicholzheim zu überbrücken. Im Juli 1973 folgte Heinrich Hartmann als Trainer, der das Zepter im Folgejahr an Heinrich Halbauer übergab. Fehlende sportliche Erfolge und der Kampf gegen den Abstieg führten dazu, dass Adolf Pfaff, zur gleichen Zeit A-Jugend-Trainer, die Seniorenelf übernahm. Seiner Arbeit war es zu verdanken, dass die 1. Mannschaft im Jahr 1976 aus abgeschlagener Position doch noch die Relegation erreichte und sich hierdurch aus den Fängen des Abstiegsgespenstes befreien konnte. Der Klassenverbleib wurde wie eine Meisterschaft gefeiert. Pfaff hatte zu diesem schier aussichtslosen Unterfangen einige A-Jugendspieler erfolgreich in die erste Mannschaft eingebaut.

Im folgenden Spieljahr wurde die II. Mannschaft erstmals Pokalmeister der A-Klasse, die dann zur Bezirksliga umbenannt wurde. Mittlere Platzierungen brachten auch die folgenden Spielrunden, bis Pfaff das Traineramt 1979 in die Hände von Karlheinz Herbinger übertrug, um 1981 wieder in dieses Amt zurückzukehren.

E-Jugend imponierte

Für sportliche Ehren sorgte in dieser Zeit die von Kurt Wüstemann ins Leben gerufene E-Jugend. Nach einem Jahr, in dem lediglich Training und eine Vielzahl von Freundschaftsspielen stand, gelang den jüngsten Fußballern des SVG 1977 die Hallenkreismeisterschaft. Dieser Erfolg konnte auch in den Folgejahren von den Nachwuchskickern wiederholt und durch den Feldmeistertitel aufgewertet werden. Nach beiden Hallensiegen waren die Jungs von Trainer Kurt Wüstemann, für die nordbadischen Hallenmeisterschaften qualifiziert. Hierbei schlug sich der Großeicholzheimer Nachwuchs in Edingen und Karlsruhe recht achtbar, obwohl die Gegner allesamt von renommierten Großstadt Vereinen kamen.

Die Aktivitäten des SV Großeicholzheim auf baulichem Sektor ruhten in dieser Geschichtsphase nicht. So wurde im Winter 1976/1977 der Bau des zweiten Sportplatzes in Angriff genommen. Wieder galt es für die Mitglieder anzupacken. Durch die enormen Eigenleistungen bei der Verlegung der Drainage, der Einsaat und sonstigen Herstellungsarbeiten konnte schließlich ein Bärenanteil der 193.000 DM Baukosten eingespart bzw. selbst finanziert werden. Nach Vorstellung der Vereinsführung sollte der neue Rasenplatz zum 60-jährigen Vereinsjubiläum übergeben werden.

Dieses Vorhaben gelang auch, wie wir heute wissen, so dass der Sportverein Großeicholzheim über zwei gute Rasenplätze verfügt, die von den Fußballern der Gastvereine respektvoll anerkannt werden, zumal das neu entstandene Spielfeld mit der Größe von 110 x 75 Meter in etwa das einem Stadion entspricht.

Aber nicht nur der Bau dieses Spielfeldes beanspruchte die Mitglieder, auch die Renovierung des Sportheimes mit Erneuerung der Stromversorgungsleitung stand zur gemeinsamen Bewältigung an. Ein Dank an dieser Stelle gilt den damaligen Vorsitzenden Günter Siegrist und dem 1977 nachfolgenden Wolfgang Hofmann, die sich beide in lobender Weise für diese Projekte engagierten und es immer wieder hervorragend verstanden, die Mitglieder zu diesen Arbeiten mobil zu machen.

Die Erweiterung der angebotenen Palette an sportlicher Betätigung wurde zudem vorangetrieben. So konnte im Jahre 1976 eine Gymnastikgruppe für ältere Mitbürger gegründet werden. Verantwortlich zeichnete hierfür Kurt Wüstemann, der auch als Übungsleiter fungierte. Hauptsächlich von älteren Frauen wurde dieses Angebot angenommen und neben den wöchentlichen Übungen auch gesellige Veranstaltungen durchgeführt.

Geburtenschwache Jahrgänge und mangelndes Interesse von Jugendlichen am Fußballspiel waren nach dem 60-jährigen Jubiläum ausschlaggebende Punkte, dass man im Nachwuchsbereich Spielgemeinschaften mit den Nachbarvereinen Heidersbach, Waldhausen und später auch Seckach eingehen musste. Dennoch stellte sich in diesem Jubiläumsjahr die Kreismeisterschaft der D-Jugendlichen ein.

Der Jubiläumsfestakt zum 60. Bestehen am 5. Juni 1981 war geprägt von einer beeindruckenden Festrede von Prof. Dr. Christian Schmitt, Sohn des ehemaligen Großeicholzheimer Pfarrers Karl Martin Schmitt, und von zahlreichen Ehrungen verdienter Mitglieder. Eine Sportwoche mit der Austragung des Seckach-Pokal-Turniers trug diesem historischen Ereignis Rechnung. Von vielen Gastrednern waren die beeindruckenden Initiativen des SV Großeicholzheim in den Grußworten gewürdigt worden.

Für sportliche Erfolge sorgten in den Folgejahren vor allem die Jugendfußballer der Spielgemeinschaft. Mit der A-Jugend, D- und E-Jugend konnte jeweils der Meistertitel erreicht werden und auch die Presse war voll des Lobes über diese harmonierende Jugendgemeinschaft. In der Ausgabe der Rhein-Neckar-Zeitung war am 19./20. Juni 1982 ein Artikel mit der Überschrift: „Beispielhafte Sportgemeinschaft“, zu lesen. Auch in den Nachfolgejahren sorgte der Fußball Nachwuchs immer wieder für positive Presseschlagzeilen.

Öffnung zum Breitensport

Eine weitere Öffnung des Sportvereines vollzog sich im Jahre 1983, als eine Volleyballabteilung dem Verein angegliedert wurde. Männliche und weibliche Fans dieser Sportart hatten sich um Abteilungsleiter Detlev Kuhn, dem Regina Bangert in dieser Position folgte, in der Mehrzweckhalle zusammengefunden, um zwei Jahre später an den Punktspielen teilzunehmen, so dass der SV Großeicholzheim wieder um eine Sportart bereichert werden konnte.

Für die Seniorenfußballer verlief das Jahr 1984 recht erfolgreich. Die Meisterschaft war für die Mannen von Trainer Adolf Pfaff in greifbarer Nähe, doch wurden die noch fehlenden Punkte leichtfertig verspielt, so dass man sich letztlich mit der Vizemeisterschaft in der Bezirksliga begnügen musste. Ein weiteres heißes Eisen war das Endspiel in der Pokalrunde für die 1. Mannschaft, doch auch hier versagten am Ende beim entscheidenden Elfmeterschießen die Nerven. Im gleichen Jahr sorgten die Nachwuchskicker für Furore: D-, C- und B-Jugend sicherten sich jeweils den ersten Platz in der Tabelle.

Bauliche Aktivitäten zeigte in dieser Zeit die Tennisabteilung mit der Errichtung von Clubheim und zwei weiteren Sandplätzen, die im Jahre 1985 in Betrieb genommen wurden und zu einem vorbildlichen Gesamtsportgelände in Großeicholzheim führte.

Im gleichen Jahr verpasste die Fußballreserve die Pokalmeisterschaft, als man das Entscheidungsspiel gegen Mudau in Bödigheim verlor.

Das 65-jährige Jubiläum des Sportverein Großeicholzheim wurde 1986 mit einem Festabend würdig begangen. Gleichzeitig konnte das 15-jährige Bestehen der Damengymnastikgruppe und 10 Jahre Altengymnastik gefeiert werden. Im gleichen Jahr schloss sich eine Gruppe von Frauen mittleren Alters als eine weitere Gymnastikgruppe dem Sportverein Großeicholzheim an. Durch die von Gisela Zimmermann, Erika Fabrig und Esther Reiter ins Leben gerufene Gymnastikgruppe verfügt der SV Großeicholzheim nunmehr über Gymnastikgruppen jeden Alters.

Dass der SV Großeicholzheim auch in kultureller Hinsicht aktiv war, belegt die Tatsache, dass die seit längerer Zeit eingeschlafene Fastnacht unter anderem durch das Bemühen des Sportvereins wieder zur Durchführung gelangte. Bei den Prunksitzungen präsentierten sich die Sportler, Gymnastikdamen, Alten Herren aber auch der damalige 2. Vorsitzende Thomas Kegelmann als Moderator immer wieder von ihrer besten närrischen Seite. Durch dieses Engagement leistet der SV Großeicholzheim auch heute noch einen guten Beitrag zum Gemeinschaftsleben des Dorfes.

Stets bauliche Investitionen

Sportlich schlug die C-Jugend im Jahre 1986 gleich drei Mal zu: Hallenkreismeister, Pokalsieger und Meister der Bezirksklasse! Bei den Senioren hatte Jürgen Galm sein erstes Trainerjahr, das er 1985 als Nachfolger von Adolf Pfaff begann, mit einer ordentlichen Platzierung abgeschlossen. Die 1. Mannschaft etablierte sich, wie in den Jahren zuvor, im Spitzenfeld und auch die zweite Garnitur war auf dem vierten Tabellenplatz angelangt. Im darauffolgenden Spieljahr führte „Youngster“ Galm seine Reserveelf zur Pokalmeisterschaft und die Erste erneut ins obere Tabellendrittel. Danach leitete erneut Adolf Pfaff die Geschicke der Fußballsenioren. Ein weiterer Höhepunkt im Jahr 1987 war Hallenpokalsieg und Kreismeisterschaft der A-Jugend mit Qualifikation zum Badischen Pokal.

Das Jahr 1988 stand wieder einmal im Zeichen der Bautätigkeit beim SV Großeicholzheim. Eine große Gerätehalle wurde dem Sportheim unter tatkräftiger und fachmännischer Hilfe der Vereinsmitglieder angebaut. Wolfgang Hofmann bewies einmal mehr seine Geschicke mit einer guten Finanzierung und auch darin, die Mitglieder für dieses Bauwerk zu engagieren.

Adolf Pfaff verabschiedete sich im gleichen Jahr endgültig als Trainer, wobei er die Reserve zur Pokalmeisterschaft und die 1. Mannschaft zum Sieg beim Seckach-Pokal-Turnier führte. Auf Pfaff folgte der Heidersbacher Pius Hemberger mit der Zielsetzung unter die ersten fünf zu kommen.

Als Kuriosum dieser Spielrunde ist zu vermerken, dass in der Pokalrunde gegen Schlierstadt gewonnen wurde, das folgende Pokalspiel gegen Hettingen mit einer Niederlage endete. Weil aber einem Einspruch stattgegeben wurde, musste das Treffen gegen Schlierstadt wiederholt werden, obwohl für den SVG keine Möglichkeit auf ein Weiterkommen bei erneutem Sieg bestand.

Mit der erneuten Pokalmeisterschaft der Spielrunde 1988/1989 stellte die zweite Mannschaft des SV Großeicholzheim ihre Ausnahmestellung unter Beweis, während die erste Garnitur sich im vorderen Mittelfeld platzierte. Die AH-Fußballer zeigten beim Turniersieg in Seckach ihre Routine und auch das Herrenteam der Volleyballabteilung glänzte mit einer ersten Meisterschaft. Die schöne Großeicholzheimer Sportanlage wurde zudem erstmals von der Damenfußballmannschaft des SC Klinge Seckach für Verbandsspiele genutzt, was sich auch in den Anfangsjahren der Bundeligazugehörigkeit dieser Damenelf fortführte.

Ein erfolgreicher sportlicher Auftakt nahm das Jahr 1990. Der Fußballnachwuchs sorgte einmal mehr für Meistertitel. Die A-Jugend sicherte sich die Hallenmeisterschaft und die C-Jugend konnte sich als Vize-Hallenmeister für die Badische Meisterschaft qualifizieren. Selbst auf dem Feld konnte sich die A-Jugend den Pokal sichern. Die zweite Mannschaft gewann zum vierten Mal in Folge die Reserverunde.

Sportliche Höhepunkte und Stadionzeitung

Die Besucher der Heimspiele erhielten im August 1990 erstmals das ins Leben gerufene „Sport-Info“ des SV Großeicholzheim, wobei Pius Hemberger einen wesentlichen Beitrag zur Geburt dieses Druckwerkes geleistet hatte. Auch heute noch informierte diese Großeicholzheimer Stadionzeitung die Besucher über Daten, Fakten, Hintergründe des Vereinsgeschehens und natürlich auch über den sportlichen Gegner und dessen Spielstärke.

Die Alten Herren reihten sich im gleichen Jahr in die Meisterriege der Großeicholzheimer Fussballer mit der Hallenmeisterschaft ein. Insgesamt ein sportlich sehr erfolgreiches Jahr, das im darauffolgenden allerdings noch übertroffen werden sollte.

Gleich mehrere Gründe zum Feiern gab es im 70. Gründungsjahr. Neben dem Jubiläum selbst führte Trainer Pius Hemberger die erste Mannschaft zur Meisterschaft der Bezirksliga Buchen und die Reserve zum fünften Titelgewinn in Serie. Gebührend wurden diese Erfolge mit einer Meisterschaft in der Halle gefeiert. Zahlreiche Ehrungen verdienter Spieler und Mitglieder wurden im Rahmen dieses Festes ausgesprochen. Glückwünsche zahlreicher Vereine wurden dem SV Großeicholzheim zu diesem Höhepunkt seiner bis zu diesem Datum bestehenden Vereinsgeschichte zuteil und auch die Presse bekundete, dass der Großeicholzheimer Sportverein diese Meistertitel mit sportlichem Anstand gewann.

Doch nicht nur im Bereich der Seniorenfußballer gab es herausragende Erfolge, auch die Alten Herren sicherten sich die Hallenmeisterschaften und die Männer der Volleyballabteilung holten sich ungeschlagen den Titel in ihrer Klasse. Komplettiert wurde die Erfolgsreihe durch den erneuten Sieg der AH-Fußballer im Dezember des gleichen Jahres.

Wiederum eine AH-Mannschaft, die Herren über 40, sorgten im Januar 1992 mit dem Hallentitel für positive Schlagzeilen. Ehrungen verdienter Spieler standen bei der Winterfeier des SV an. Auch fand positive Anerkennung, dass die Schiedsrichterzahl mit fünf Spielleitern auf einen Höchststand seit Jahren kletterte. In der Landesliga konnte die 1. Mannschaft einen respektablen dritten Platz in ihrem Auftaktjahr erreichen. Die Reserveelf musste in der B-Klasse spielen und konnte einen achtbaren 4. Platz in der Abschlusstabelle belegen. Zu erwähnen ist auch, dass Roland Salopek zweitbester Torschütze der gesamten Landesliga wurde, Pius Hemberger schlug seine Zelte als Trainer beim SV Großeicholzheim ab und ihm folgte Jürgen Galm als Coach. Für Schlagzeilen sorgte der Umstand, dass die Landesligaelf in den Rückrundenbegegnungen des laufenden Jahres ungeschlagen blieb. Bei den Jugendlichen konnte man in der Spielgemeinschaft mit der C-Jugend und der D-Jugend (Siebener Team) die Kreismeisterschaft verbuchen. Zudem war die C-Jugend als Pokalsieger auf dem Feld erfolgreich.

Auch die Tennisabteilung konnte in diesem Jahr auf siegreichen Nachwuchs verweisen, der mehrere Meistertitel eingefahren hatte.

Tolle Tennisjugend

Mit einem Wechsel der Tennisführung nahm das Jahr 1993 seinen Auftakt. Giselher Günzel stand nach 18 Jahren nicht mehr als Abteilungsleiter zur Verfügung. In seiner Amtszeit hatte der Tennissport einen wahren Boom erlebt, die Mitgliederzahl wuchs von 58 auf stolze 148 Angehörige an. Auch die Realisierung des Clubheimes und der Bau von zwei neuen Tennisplätzen fiel in diese Zeitspanne, so dass für den nachfolgenden Walter Stromer ein schweres Erbe anzutreten war. Zumal auch deshalb, weil diese Abteilung auch im gleichen Jahr ihr 25-jähriges Jubiläum feiern durfte. Sportlich war für die Freunde des „Weißen Sportes“ ein erfolgreiches Jahr zu registrieren. .

Die Jungs und Mädchen sicherten sich die Meisterschaften, wobei die männlichen Nachwuchs-Cracks in einem wahren Tenniskrimi das entscheidende Aufstiegsmatch gegen eine übermächtig scheinende Dossenheimer Mannschaft für sich entschied. Zahlreiche Ehrungen und die Würdigung aller Erfolge ließ die Tennisabteilung in einer ansprechenden Jubiläumsfeier im November ’93 Revue passieren, wobei in all der Zeit eine wirklich stolze Bilanz vorgelegt werden konnte.

Auf Seiten der Fußballer knüpfte die AH-Truppe an die Vorjahreserfolge an und sicherte sich wieder den Titel des Hallenmeisters zum Jahresende.

Eine besondere Würdigung seines ehrenamtlichen Wirkens erfuhr der SV-Vorsitzende Wolfgang Hofmann beim gemeindlichen Neujahrsempfang am 6. Januar 1994. Für seine Tätigkeit über 17 Jahre als Vorsitzender und zuvor Schriftführer und Jugendtrainer wurde Hofmann von Bürgermeister Brand mit der Ehrenmedaille des Landes Baden Württemberg ausgezeichnet.

Nach einem 5. Platz im Vorjahr setzte sich die Landesligaelf erneut in der Tabellenspitze fest und schloss mit einem meisterhaften dritten Rang ab. Auch die AH-Elf konnte sich in die Siegerlisten bei einigen Turnieren eintragen, wobei insbesondere der Hallentitel der Spielrunde 93/94 zu Buche schlug. Bei einem hervorragenden Sportfest maß sich der SV Großeicholzheim mit dem renommierten 1. FC Pforzheim.

Das Herrenteam der Volleyballabteilung sicherte sich die Meisterschaft und stieg in die Bezirksklasse auf.

Unter der Überschrift „Kommandowechsel beim Sportverein“ berichtete die lokale Presse am 11. Januar 1995 von der neuen Konstellation in der Vorstandschaft des SVG. Wolfgang Hofman übergab das Amt des Vorsitzenden an Thomas Kegelmann, der zuvor seit vielen Jahren als zweiter Vorsitzender agierte. Anlässlich der Generalversammlung wurde Hofmann von Bürgermeister Brand mit dem Ehrenteller der Gemeinde und vom Sportverein mit einem Präsent aus diesem Amt verabschiedet. Hofmann setzte sich jedoch nicht zur Ruhe, sondern steht mit Rat und Tat als Veranstaltungsauschussvorsitzender dem SV noch immer zur Verfügung. Auch Jugendleiter Günter Diener zog sich nach über 20-jähriger Tätigkeit als Jugendleiter zurück. Für seine Arbeit gab es ein „vergelt’s Gott“ auszusprechen und ihn mit einem Präsent zu verabschieden, hatte er sich doch im Laufe seiner Tätigkeit zu Gunsten der Fußball Jugend bleibende Verdienste erworben. Insbesondere die von ihm mitorganisierten Zeltlager sind bei vielen in guter Erinnerung.

In der Generalversammlung konnte Margot Martin erstmals die von ihr gegründete Kinderturn-, Mutter- und Kind-Gruppe vorstellen. Erfreulich der Große Zuspruch mit steigender Tendenz in beiden Gruppen. Eine weitere Öffnung zum Breitensport mit entsprechender Angebotspalette war wieder einmal beim SV Großeicholzheim vollzogen.

In sportlicher Hinsicht verlief dieses Vereinsjahr relativ ruhig. Die Landesligatruppe etablierte sich im Spitzenfeld und schloss mit dem 5. Platz ab. Weiter zählte der SVG zu den Vereinen mit den meisten Unparteiischen im Kreis, wobei unter den Referees zwei Bezirksligaberechtigte und drei für die A-Liga Qualifizierte sind, so dass auch hier ein vereinsgeschichtliches Positivum erreicht worden war.

Beim Sportfest knüpfte man Bande mit einem Club aus den neuen Bundesländern. Zu Gast war der FC Energie Cottbus, dessen Spieler während des zweitägigen Festbesuches unvergessliche Erlebnisse mit in den Spreewald nahmen.

Im 75. Gründungsjahr lässt sich bisweilen eine kontinuierliche Vereinsarbeit bescheinigen. Mit den bisher erreichten sportlichen Ergebnissen kann der SV Großeicholzheim mehr als zufrieden sein. Die Landesligamannschaft um Trainer Jürgen Galm wird wohl wieder einen Platz in der Spitze einnehmen und mit dem Abstieg kaum in Konflikt geraten. Die Mitgliederzahlen haben zwischenzeitlich die 600-Marke überschritten und einen historischen Höchststand erreicht.

Die unglaublichen Bemühungen im Nachwuchsbereich tragen Früchte, wie die Zahl von über 40 Nachwuchskicker unter Beweis stellt. Ein besonderer Dank sei hier der Jugendleiterin Edith Schmitt mit ihrem Team gesagt. Aus den Abteilungen ist ebenfalls Positives zu vermelden, so dass die große Familie des Sportvereins Großeicholzheim auch für die Zukunft auf dem richtigen Weg scheint und ein sehr breites Angebot an sportlichen Aktivitäten für die Bevölkerung in attraktiver Form anbieten kann.

 

Vereins- und Abteilungsführung des SV Großeicholzheim

Gesamtverein und Fußballabteilung

1921 – 1931 Karl Hettinger Tennisabteilung

1931 – 1933 Richard Siegrist

1946 – 1947 Emil Wetterauer (Sattler) 1969 – 1971 Josef Kuhn

1947 – 1948 Wilhelm Schöllig 1972 – 1993 Giselher Günzel

1949 – 1950 Peter Gross ab 1993 Walter Stromer

1951 – 1952 Fritz Edelmann

1952 – 1956 Wilhelm Schöllig

1956 – 1958 Heinz Schäfer Volleyballabteilung

1959 – 1973 Friedrich Troissler

1973 – 1977 Günter Siegrist 1983 – 1986 Detlev Kuhn

1977 – 1995 Wolfgang Hofmann ab 1987 Regina Bangert

ab 1995 Thomas Kegelmann

 

Gymnastikabteilungen

Damengymnastik Altengymnastik Frauengymnastik

1970 – 1977 Traudel Knoche

1976 – 1991 Kurt Wüstemann

ab 1986 Erika Fabrig

ab 1978 Karin Kegelmann

ab 1991 Liesl Porth

 

Kinderturnen Mutter-Kind-Turnen

ab 1994 Margot Martin / Erika Fabrig ab 1995 Margot Martin

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